Greening 2018: Bienenweiden als neue Option

Neue Optionen für Ökologische Vorrangflächen im Greening ab 2018

 „Bracheflächen mit Honigpflanzen“, also Bienenweiden, werden ab dem Jahr 2018 als Ökologische Vorrangflächen im Rahmen des Greening anerkannt.

Dabei sind die Brachflächen mit Bienenweiden aufgrund der hohen ökologischen Funktion mit dem Gewichtungsfaktor 1,5 bewertet. Die im Greening anrechenbaren Bienenweiden müssen dabei bestimmte Arten enthalten. Nicht jede Bienenweide ist also geeignet.

Die Bienenweiden können nur rein einjährig sein oder aber mehrjährig (Laufzeit maximal 3-jährig), wobei den mehrjährigen Mischungen aus ökologischen und sicher auch ökonomischen Gründen meist der Vorzug zu geben sein wird.

Während geeignete einjährige Mischungen nur 10 Kulturarten enthalten müssen, enthalten die mehrjährigen Mischungen zusätzlich zu mindestens 5 einjährigen Kulturarten mindestens 15 mehrjährige Pflanzen. Die meisten der zugelassenen mehrjährigen Pflanzen sind Wildpflanzen, die in Deutschland heimisch sind.

Unsere neue Mischung "Greening Nektar und Pollen" übertrifft die Mindestanforderungen des Greening deutlich:

Die von uns zusammengestellte Mischung „Greening Nektar und Pollen“ ist auf die Anforderungen für Bracheflächen mit Honigpflanzen im Rahmen des Greening abgestimmt und übertrifft die Mindestanforderungen an Greening-fähige Bienenweide deutlich: sie enthält 14 der bewährtesten einjährigen Bienenpflanzen (Artengruppe A laut Greening-Verordnung *) sowie 26 bei uns heimische Wildpflanzenarten (Artengruppe B laut Greening-Verordnung *).

Die große Artenvielfalt unserer Mischung „Greening Nektar und Pollen“ sowie vor allem der Anteil der mehrjährigen heimischen Wildpflanzen bringen zahlreiche Vorteile:

  • weniger Aufwand über die Dauer von 3 Jahren durch nur einmalige Bodenvorbereitung bei gleichzeitig hohem Greening-Gewichtungsfaktor von 1,5
  • erhöhte Adaptivität der Mischung an unterschiedliche Standortbedingungen
  • die Diversifizierung des Nektar- und Pollenangebots durch die hohe Artenzahl begünstigt eine größere Zahl von Nutzinsekten (heimische Insekten sind an heimische Pflanzen in der Regel besonders gut angepasst) sowie die ganzjährige Verfügbarkeit von Nahrung
  • der mehrjährige Brachebestand hilft vielen anderen Tieren, die im Winter Deckung, Lebensraum und Nahrung benötigen
  • das Bodenleben profitiert durch die mehrjährige Brache
 Allgemeine Regelungen für mehrjährige „Honigbrachen“ bzw. Bienenweiden im Rahmes des Greening
  • Ansaat bis 31.5. des Antragsjahres
  • Ohne Größenbeschränkungen
  • Keine Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Keine Nutzung des Aufwuchses
  • Mindeststandzeitraum: 31.05. des ersten Standjahres bis 31.12. des letzten Standjahres bzw. Nutzung im letzten Standjahr ab 01.10.  möglich, wenn eine Folgekultur angebaut wird, die erst im Folgejahr geerntet wird bzw. bei Beweidung durch Schafe / Ziegen
  • Mindesttätigkeit:  im Antragsjahr nur Ansaat, in Folgejahren einmaliges Mähen mit Abfahren des Schnittmaterials bzw. Zerkleinern und Verteilen auf der Brachfläche

→ Link: unsere neue Mischung „Greening Nektar und Pollen“ zur Anlage von Bracheflächen mit Hongipflanzen im Rahmen des Greening ab 2018

 

* Paragraph 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3, Anlage 5 der dritten Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung, § 32a Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3, Anlage 5